Gemeinden & Prävention

Zusammenarbeit mit Gemeinden und Städten

SoliTank unterstützt Gemeinden dabei, Menschen in finanziellen und sozialen Belastungslagen frühzeitig zu erreichen – insbesondere dort, wo bestehende Angebote nicht greifen oder Zugänge durch strukturelle Hürden, Scham oder fehlende Orientierung erschwert sind.

Nicht immer fehlt es an Angeboten.
Oft fehlen Vertrauen, Orientierung oder ein barrierearmer, zugangsoffener Zugang zu bestehenden Systemen.

Viele Menschen geraten nicht allein durch fehlendes Einkommen in Schwierigkeiten, sondern durch das Zusammenspiel von finanziellen Belastungen, Betreuungspflichten, gesundheitlichen Einschränkungen, Behördenwegen und fehlender Unterstützung.

Hier setzt SoliTank ergänzend an.


Rolle von SoliTank im kommunalen Kontext

Wir ersetzen keine bestehenden kommunalen oder sozialen Dienstleistungen sondern erleichtern Übergänge und helfen, Hürden zu überwinden.

SoliTank ergänzt bestehende kommunale Strukturen dort, wo Menschen zwischen Zuständigkeiten verloren gehen oder Angebote nicht greifen.

Unsere Arbeit versteht sich als peerbasierte, barrierearme und zugangsoffene Ergänzung im bestehenden Unterstützungs- und Hilfesystem.

Wir arbeiten dort, wo:

  • frühe Belastungen sichtbar werden
  • Zugangsbarrieren bestehen
  • Orientierung vor formalen Schritten notwendig ist
  • Übergänge zwischen Angeboten begleitet werden sollen

SoliTank stärkt Anschlussfähigkeit und baut Brücken – nicht Parallelstrukturen.


Warum SoliTank Menschen erreicht, die sonst nicht in Beratungsstellen kommen

Ein großer Teil der Betroffenen nimmt bestehende Hilfeangebote nicht oder erst sehr spät in Anspruch.
Gründe dafür sind unter anderem Scham, negative Vorerfahrungen, fehlende Information, sprachliche oder organisatorische Hürden sowie das Gefühl, im System von Stelle zu Stelle weiterverwiesen zu werden.

Ein zentraler Grund, warum SoliTank diese Menschen erreicht, liegt in der eigenen Armutserfahrung der Peerberater:innen.

Menschen wissen, dass sie bei SoliTank mit Personen sprechen,

  • die vergleichbare Situationen selbst erlebt haben
  • die Dynamiken von Beschämung, Rückzug und Überforderung kennen
  • und bei denen sie ihre Situation nicht rechtfertigen oder verteidigen müssen

Diese Erfahrung schafft Vertrauen und ermöglicht Gespräche, die sonst oft nicht zustande kommen.


Mehrwert von Peerarbeit für Gemeinden

Peerarbeit wirkt insbesondere dort, wo klassische Systeme an strukturelle Grenzen stoßen:

  • bei Scham, Rückzug und Unsicherheit
  • bei Überforderung durch komplexe Zuständigkeiten
  • bei sogenanntem Non-Take-Up
    (Anspruchsberechtigte nehmen Leistungen nicht in Anspruch)

Durch frühzeitige Einordnung, Vertrauensaufbau und strukturierte Orientierung kann Peerarbeit:

  • Eskalationen verhindern, die für Betroffene massive Folgen haben
  • Übergänge in bestehende Angebote erleichtern
  • spätere Intensivinterventionen reduzieren

Damit können nicht nur individuelle Belastungen abgefedert, sondern auch hohe Folgekosten für Gemeinden und Städte vermieden werden.


Backup-Docs – strukturierte Vorbereitung für Gespräche und Verfahren

Ein zentrales Instrument in der Arbeit von SoliTank sind sogenannte Backup-Docs.

Backup-Docs sind strukturierte Dokumente, in denen Betroffene ihre Situation übersichtlich festhalten können, z. B. relevante Informationen, zeitliche Abläufe, offene Fragen oder bereits unternommene Schritte.

Sie dienen dazu,

  • Gedanken und Informationen zu ordnen
  • Überforderung in Gesprächen zu reduzieren
  • wichtige Punkte nicht zu vergessen
  • Gespräche sachlicher und zielgerichteter zu führen

Für Fachstellen und Gemeinden bieten Backup-Docs einen zusätzlichen Mehrwert:

  • erleichterte Übersicht
  • weniger Missverständnisse
  • Zeitersparnis in Erst- und Folgeterminen
  • strukturierte und respektvolle Kommunikation

Backup-Docs ersetzen keine Termine oder Gespräche mit Behörden und Beratungsstellen, sie schaffen eine gemeinsame Ausgangsbasis.

Weitere Informationen zu den Backup Docs sowie zur Nutzung im Rahmen der Peerarbeit stellen wir auf Anfrage gerne zur Verfügung.


Formen der Zusammenarbeit

Eine Zusammenarbeit mit SoliTank kann, je nach Bedarf, unterschiedlich gestaltet werden, etwa als:

  • barrierearme Erstorientierung für Gemeindebürger:innen
  • peerbasierte Ergänzung zur bestehenden Beratung
  • begleitete Übergänge in formale Hilfesysteme
  • Einsatz von Backup-Docs zur Gesprächsvorbereitung
  • Vorträge und Informationsformate
  • Schulungen und Sensibilisierung für Fachpersonal

Art, Umfang und Dauer der Zusammenarbeit werden bedarfsorientiert und transparent abgestimmt.

Durch frühe, peerbasierte Begleitung werden Belastungen sichtbar, bevor sie zu Mietrückständen, Schulden, Krisen oder langfristiger Abhängigkeit von Unterstützung führen.


Arbeitsweise & Qualitätsverständnis

SoliTank arbeitet:

  • peerbasiert und erfahrungsnah
  • strukturiert und fallorientiert
  • vertraulich und verantwortungsvoll
  • klar in Rollen, Zuständigkeiten und Grenzen

Unsere Arbeit folgt einem ressourcen- und stärkenorientierten Ansatz und ist auf Stabilisierung, Orientierung und Selbstwirksamkeit ausgerichtet.

Kooperation bedeutet für uns:
klare Absprachen, transparente Kommunikation und Respekt gegenüber bestehenden Strukturen.


Prävention & kommunale Wirkung

Frühe, zugangsoffene Orientierung kann dazu beitragen:

  • Belastungen frühzeitig sichtbar zu machen
  • Eskalationen zu verhindern
  • Zugangsbarrieren abzubauen
  • Entscheidungsfähigkeit zu stärken
  • langfristige Problemlagen zu vermeiden

SoliTank versteht Zusammenarbeit mit Gemeinden und Städten als präventive Schnittstellenarbeit
zwischen Lebensrealitäten und formalen Systemen.


Kontakt & Austausch

Gerne klären wir in einem unverbindlichen Austausch,
ob und in welcher Form SoliTank eine sinnvolle Ergänzung für Ihre Gemeinde oder Stadt sein kann.

Kontakt aufnehmen